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Malta zeigt mehr Cleverness

Liechtenstein (Fifa-Ranking 206) kassierte im sechsten Länderspiel des Jahres, dem Freundschaftsspiel im Ta’Qali-Stadion, eine 2:0 (0:0)-Niederlage gegen Malta (Fifa-Ranking 161). Die Insulaner erwiesen sich als abgeklärtes Team, das spielerisch ein Chancenplus erarbeitete, aber nicht die Dominanz aufwies, wie drei Tage zuvor Litauen. Leider vergab Captain Nicolas Hasler die grösste Chance auf den möglichen Führungstreffer vom Penaltypunkt aus, als er den Ball neben das Tor schoss (12.).

Wer weiss, wie sich das Spiel in der Folge entwickelt hätte, wenn Liechtenstein in Führung gelegen wäre. Schliesslich erzielten Grech (37.) und Zammit (63.) die zwei Tore für Malta, die den Sion-Stürmer Chouaref schonten.

Nicolas Hasler schiesst Penalty neben das Tor.

Nationaltrainer Konrad Fünfstück nahm sieben Mutationen gegenüber der Startformation des Nations-League-Auftakts gegen Litauen vor. Und Liechtenstein zeigte sich von Anbeginn mutig, kam gut in die gegnerische Angriffszone. Und nach einem Foul von Azzopardi an Kindle diktierte der Ref einen Foulpenalty, den Nicolas Hasler neben das Tor schoss (11.). Malta, das auch nicht mit der stärksten Formation auflief, fand in der Folge wieder den Tritt und Corbalan konnte von Torhüter Ospelt und Büchel in extremis gestört werden (16.). Auch Liechtenstein fand in dieser Phase Freiräume vor. Auf ein Göppel-Zuspiel zögerte Kranz, der Richtung Tor hätte durchlaufen können (20.). Und Kindle, der mutig nach vorne stiess, schlug in bester Position neben den Ball (29.).

Mit Fortdauer erhöhte sich die Dominanz des Gastgeber: Nach einem Eckball landete der Abpraller bei Azzopardi, der den Ball 10 m übers Tor hämmerte (25.). Die grösste Chance liess Mentz mittels Volley liegen, denn er verfehlte das Tor aus 8 m haarscharf (32.). Schliesslich gingen die Malteser doch noch in Führung: Grech schoss Hofer an, über Umwege landete der Ball bei Paiber,

der ideal zurücklegte und Grech traf im zweiten Anlauf herrlich ins rechte Eck (1:0). Kurz vor dem Pausentee öffnete sich Kindle nochmals eine 1:1-Situation. Der Triesner ging ins Direktduell mit Mentz, drang in den Strafraum ein und geriet ins Straucheln (45.). Der Ärger über den 1:0-Rückstand zur Pause war bestimmt gross, denn Hasler besass die grosse Chance auf den Führungstreffer.

Malta mit «hungrigen» Einwechselspielern

Zur Halbzeit nahmen die Gäste zwei Wechsel vor; leider nahm Fünfstück auch den agilen Kindle vom Platz. Liechtenstein musste sich schliesslich über den zweiten Verlusttreffer ärgern: Allgäuer, der neben drei weiteren Spielern nach rund einer Stunde eingewechselt worden ist, wollte Traber in Bedrängnis anspielen, doch der Ball landete bei Zammit, der leichtes Spiel hatte, um in den Strafraum einzudringen und Ospelt zu bezwingen (2:0). Die defensive Ordnung fehlte zu jenem Zeitpunkt komplett.

Zuvor musste Ospelt einen Paul-Mbong-Flachschuss (50.), einen verdeckten Schuss von Joseph Mbong (55.) und Zammit-Schrägschuss klären (58.), zudem zielte Paul Mbong zu hoch (52.). Paul Mbong war einer der «hungrigen» maltesischen Einwechselspieler, die selbstbewusst und zielstrebig ihre Aufgabe angingen.

In der Folge konnte Liechtenstein wenig Gefahr erzeugen, doch eine Szene war bezeichnend: Luque Notaro lief von halbrechter Position solo aufs Tor, wartete und wartete, und als er sieben Meter vor dem Tor zu spät abzog, blockte ihn Mertz (60.); er hätte längst aufs Tor schiessen können. In der Schlussphase suchte Sele den Abschluss aus der Distanz: Der Freistoss landete im Nachthimmel (81.) und der zweite Schuss neben dem Kasten (91.). Liechtenstein bemühte sich, doch noch einen Ehrentreffer zu erzielen, doch die offensiven Einwechselspieler blieben mehr oder weniger harmlos.

Telegramm:

Malta – Liechtenstein 2:0 (1:0).

Ta?Qali-Stadium, Malta. 1’953 Zuschauer. Schiedsrichter Daniyar Sakhi (Kaz), assistiert von Samat Tergeuessizov und Sergey Kalachyov (Cro).

Malta: Al-Tumi (ab 77. Sissons); Corbalan (ab 46. Lonardelli), Mentz (ab 76. Muscat), Borg (ab 66. Scicluna), Beerman (ab 84. Camenzuli); Paiber; Grech (ab 84. Guillaumier), Azzopardi (ab 76. Cannavo), Ewurum (ab 46. Paul Mbong); Joseph Mbong (ab 66. Magri Overend), Tuma (ab 46. Zammit).

Liechtenstein: Justin Ospelt; Livio Meier (ab 76. Niklas Beck), Traber (ab 76. Weissenhofer), Hofer; Nicolas Hasler (ab 46. Zünd), Marcel Büchel (ab 62. Schlegel), Kranz (ab 62. Alessio Hasler), Göppel (ab 62. Florian Allgäuer); Netzer (ab 76. Poitner); Alessandro Lo Russo (ab 62. Sele), Kindle (ab 46. Luque Notaro).

Tore: 1:0 37. Jake Grech; 2:0 63. Andrea Zammit.

Bemerkungen: Liechtenstein ohne Saglam (Hochzeit), Lüchinger, Fabio Wolfinger, Salanovic (verletzt), Frommelt (rekonvaleszent), Oberwaditzer und Gassner (Studium). Malta komplett. Länderspiel-Debüt für Florian Allgäuer. Verwarnungen für Meier (66. – Foul) und Liechtensteins Trainer Fünfstück (75. – Reklamieren). Eckenverhältnis: 5:2 (1:2).

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