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Staatsfeiertag: Warum der LBV-Spezialbus dieses Jahr woanders abfährt

Der Staatsfeiertag ist ein Fest für uns alle. Damit auch Menschen mit einer Gehbehinderung oder im Rollstuhl sicher und stressfrei auf die Schlosswiese gelangen können, organisiert der Liechtensteiner Behinderten-Verband (LBV) seit Jahren einen speziellen Shuttle-Dienst.

Dieses Jahr gibt es jedoch eine wichtige Änderung: Der Abfahrtsort wurde vom Bahnhof Schaan an die Haltestelle «Ebenholz» (beim Spoerry-Areal/Universität in Vaduz) verlegt. Die Gründe für die Verlegung: Platz und Fairness

Nachdem in den sozialen Medien Besorgnis über die Erreichbarkeit des neuen Standorts geäussert wurde, erklären die Verantwortlichen (LBV, Liemobil und die Organisatoren des Staatsfeiertags) die logistischen Hintergründe:

  • Akuter Platzmangel: Am Bahnhof Schaan und bei der Haltestelle «Schlössle» ist das Gedränge am Staatsfeiertag schlicht zu gross. Um Fahrgäste, insbesondere Rollstuhlfahrer, sicher und in Ruhe einladen zu können, braucht es Platz, den das Spoerry-Areal bietet.
  • Keine Plätze für Unberechtigte: Der Spezialbus hat nur begrenzte Kapazitäten (40 Sitzplätze, 5 Rollstuhlplätze) und ist strikt für angemeldete, mobilitätseingeschränkte Personen reserviert. In der Vergangenheit kam es leider immer wieder zu Diskussionen, weil nicht angemeldete Festbesucher (z. B. wegen unpassendem Schuhwerk) den Bus blockierten. Der neue Standort soll helfen, dass der Bus wirklich nur von denen genutzt wird, die ihn dringend brauchen.

Wie ist die Anreise zum neuen Punkt geregelt?

Niemand wird im Stich gelassen. Damit die angemeldeten Fahrgäste nicht mühsam zum höher gelegenen Spoerry-Areal laufen müssen, wurde eine gemeinsame Lösung erarbeitet:

Zwei reguläre Liemobil-Busse (Start um 8:45 Uhr in Balzers und Mauren) legen exklusiv für die angemeldeten LBV-Fahrgäste einen Sonderhalt direkt an der Haltestelle Spoerry ein. So ist ein barrierefreies Umsteigen in den Shuttle zur Schlosswiese garantiert.

Ein Impuls zum Nachdenken: Rücksicht beginnt im Kopf

Logistik und neue Fahrpläne sind das eine, unser Verhalten als Gemeinschaft ist das andere. Der Vorfall zeigt, wie wichtig Eigenverantwortung am Staatsfeiertag ist.

Wenn gesunde Menschen aus Bequemlichkeit oder wegen falscher Schuhe versuchen, Plätze in einem Behindertentransport zu ergattern, nimmt das denjenigen die Mobilität, die keine andere Wahl haben. Der LBV-Fahrdienst ist kein allgemeiner Komfort-Kombi, sondern eine Notwendigkeit für echte Teilhabe.

Lassen wir den Platz im Bus denen, die ihn wirklich brauchen. Ein gelungenes Fest braucht nicht nur Organisation, sondern vor allem Respekt füreinander.

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