Die liechtensteinische Finanzmarktaufsicht (FMA) hat der TGI AG mit sofortiger Wirkung den Vertrieb mehrerer Goldkauf-Produkte untersagt. Betroffen sind die Angebote «Customer Basic 2 %», «Sales Premium» und «Sofortrabatt». Nach Angaben der FMA habe das Unternehmen damit unerlaubt Einlagengeschäfte betrieben – ohne die dafür notwendige Bewilligung.
Die entsprechenden Angebote wurden inzwischen von der Webseite der TGI AG entfernt. Bereits seit längerer Zeit war das Unternehmen durch aggressive Marketingmethoden und ungewöhnlich hohe Rabattversprechen beim Goldkauf aufgefallen.
Rückabwicklung aller Goldkäufe angeordnet
Besonders weitreichend ist eine zweite Verfügung der FMA: Die TGI AG muss sämtliche im Rahmen dieser Produkte entgegengenommenen Kundengelder innerhalb von vier Monaten zurückführen. Damit wird faktisch die Rückabwicklung aller betroffenen Goldkäufe verlangt.
Ob das Unternehmen dazu finanziell in der Lage ist, bleibt derzeit offen. Gemäss eigenen Angaben betreut die TGI AG mehr als 40’000 Kundinnen und Kunden.
Öffentliche Auftritte eingestellt
In den vergangenen Tagen häuften sich Hinweise auf interne Schwierigkeiten beim Unternehmen. Mehrere angekündigte Online-Veranstaltungen sowie die Sendung «TGI TV» wurden kurzfristig abgesagt. Als Grund wurden «laufende Meetings» genannt.
Vonseiten der Unternehmensleitung gab es bislang keine öffentliche Stellungnahme zur Verfügung der FMA. Auch Kundinnen und Kunden wurden bisher offenbar nicht direkt informiert.
Neue Webseite mit Sitz in Dubai
Parallel dazu ist inzwischen eine neue Webseite der «TGI International» mit Sitz in Dubai online gegangen. Dort findet sich ein Hinweis, wonach sich das Angebot ausdrücklich nicht an Personen in Liechtenstein, der Schweiz, Deutschland oder Österreich richtet.
Die Entwicklungen nähren Spekulationen über eine mögliche Verlagerung der Geschäftstätigkeit ins Ausland. Ob und wie es für die TGI AG weitergeht, ist derzeit unklar.













