Vaduz (ots) – Das Ministerium für Inneres, Wirtschaft und Sport hat Ende 2025
die zweite Umfrage zur Mediennutzung und zum Informationsverhalten in
Liechtenstein in Auftrag gegeben. Die repräsentative Befragung wurde vom
Liechtenstein-Institut durchgeführt und liefert – nach 2023 bereits zum zweiten
Mal – eine empirische Standortbestimmung der liechtensteinischen
Medienlandschaft.
Die Ergebnisse zeigen insgesamt ein stabiles Bild. Trotz struktureller
Veränderungen haben sich Mediennutzung und grundlegende medienpolitische
Einstellungen der Bevölkerung nur geringfügig verändert. Das Liechtensteiner
Vaterland bleibt das zentrale Leitmedium, ergänzt durch weitere in- und
ausländische Medienangebote.
Gleichzeitig gewinnen Onlineplattformen und soziale Medien, insbesondere bei
jüngeren Bevölkerungsgruppen, weiter an Bedeutung. Die Mediennutzung ist
zunehmend fragmentiert; rund ein Drittel der Bevölkerung nutzt journalistische
Nachrichtenangebote nur eingeschränkt. Das Vertrauen in journalistische Medien
bleibt im internationalen Vergleich weiterhin hoch.
Eine breite Mehrheit unterstützt die staatliche Förderung privater Medien. Auch
ein öffentlich-rechtliches Medienangebot findet grundsätzlich Zustimmung, wobei
diese Zustimmung klar an die Erwartung einer verhältnismässigen und
kostenbewussten Ausgestaltung geknüpft ist.
Regierungsrat und Medienminister Hubert Büchel ordnet die Ergebnisse wie folgt
ein: «Die Ergebnisse bestätigen den eingeschlagenen medienpolitischen Kurs. Für
die Medienpolitik unterstreichen sie die Bedeutung einer konsequenten
Ausrichtung auf Qualität, Vertrauen und Medienvielfalt – unabhängig von
einzelnen Verbreitungsformen.»
Der Bericht kann unter www.regierung.li/mediennutzung abgerufen werden.













