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FC Vaduz kämpfte für einmal sehr unglücklich: Vierte Saisonniederlage

Im 30. Saisonspiel verlor Leader FC Vaduz sein viertes Meisterschaftsspiel. Beim Verfolger Yverdon Sports setzte es eine unglückliche 2:1 (1:1)-Niederlage ab. Monsberger schoss Vaduz in Front (5.), doch Marchseano mittels Foulpenalty (25.) und ein Eigentor von Captain Nicolas Hasler (79.) führten zur unglücklichen Niederlage in der Romandie.

Der FCV hätte den Sack nach der frühen 0:1-Führung zumachen können, doch in Strafraumnähe trafen die FCV-Stürmer – vor allem Beyer – oft die falsche Entscheidung. Aufgrund dieser Niederlage kann Verfolger FC Aarau am Samstag beim Schlusslicht AC Bellinzona mit einem Sieg wieder zum FCV aufschliessen. Die Meisterschaft in der Challenge League bleibt somit spannend.

Frühe Gästeführung

Der FC Vaduz fand gut in die Partie: Eine Nicolas-Hasler-Flanke übernahm Monsberger spektakulär an der Strafraumgrenze, umkurvte Torhüter Enzler und schob ein (0:1). Und der FCV blieb zielstrebiger, denn ein Beeli-Schuss klärte Enzler zur Ecke (9.). Sauthier kam zur ersten Grosschance der Romands, doch der Ball landete am langen Eck in Behind (11.).

Die Partie blieb abwechslungsreich, doch Fernandes schoss halbherzig in die Arme von Enzler (13.) und Beyer nutzte zwei Konterchancen nicht, wartete zu lange mit dem Abspiel (22. / 30.) und stocherte solo vor Enzler den Ball neben das Tor (23.). Auch Yverdon tauchte immer wieder gefährlich vor Schaffran auf. Sessolo verzog aus der Drehung (14.) und bei einem Kongsro-Vorstoss in den Strafraum stieg Nicolas Hasler resolut ein, der Ref entschied auf Foulpenalty, den Marchesano sicher verwandelte (1:1). Bis zur Halbzeit lief nicht mehr viel; die Teams neutralisierten sich mehrheitlich. Dennoch hätte Monsberger am «Fünfer» auf einen scharf gespielten Nicolas-Hasler-Querpass reinrutschen müssen, somit blieb das Skore unverändert.

Vaduz grobfahrlässig unterwegs

Zur Halbzeit gab es hüben wie drüben keine Wechsel. Und die Geschichte ist rasch erzählt, denn die beiden Teams liessen das Überraschungsmoment vermissen. Ein Sessolo-Vorstoss ist von Schaffran gestoppt worden (46.) und auf der Gegenseite agierte Beyer im Strafraum sehr umständlich (50.). Die beste Chance liess Monsberger liegen, der sich geschickt an die Behindlinie vorarbeitete, doch sein Schuss zischte entlang der Torlinie neben das Tor (59.). Und schliesslich beförderte Neelakandan eine Tasar-Flanke mit dem Körper Richtung Tor, wo Hasler – möglicherweise gefoult – den Ball unglücklich über die eigene Torlinie köpfelte; Schaffran stand bei der lang gezogenen Flanke zudem im Schilf (2:1). Obwohl der FCV letztlich alles nach vorne warf, schaute bis auf zwei Hasler-Distanzschüsse, die zu hoch ausfielen, nichts mehr heraus (94. / 95.). Somit war die vierte Saisonniederlage perfekt.

Monsberger legt an Entschlossenheit zu

Stürmer Marcel Monsberger zeigte eine starke erste Halbzeit und erzielte dabei ein spektakuläres Tor (0:1); Sturmpartner Beyer schnitt ihn! Torhüter Leon Schaffran war kaum geprüft und sah beim 2:1 nicht wirklich gut aussah, weil er zu weit vorne platziert war. Rechtsverteidiger Nicolas Hasler startete stark ins Spiel (Assist zum 0:1), entpuppte sich danach als «Unglücksrabe»: er verschuldete einen Foulpenalty, fabrizierte zudem das 2:1 per Eigentor und wollte mit Distanzschüssen im Finish das Unheil abwenden. Innenverteidiger rechts Mischa Beeli zeigte eine solide Leistung und hat an Selbstvertrauen zugelegt; er suchte mehrmals die Gegenoffensive. Sein Nebenmann Niklas Lang war für einmal fehleranfällig. Linksverteidiger Dominik Schwizer patzte mehrfach bei der Defensivarbeit; auch vor dem 2:1 konnte er Tasar nicht am Flanken hindern. Seine Flanken fielen mager aus. «Sechser» Mack spielte soweit solide, es fehlten die Pässe in die Tiefe (raumöffnend). Cédric Gasser lief als Achter viel in die Freiräume, ging aber bei seinen Mitspielern verloren. Auf der zweiten Achterposition konnte Milos Cocic nicht genügen, da er sehr viele einfache Ballverluste verzeichnete; ihm fehlt die Geschmeidigkeit. Ronaldo Dantas Fernandes war etwas besser im Spiel, als gegen Bellinzona, dennoch konnte er keine Torgefahr erzeugen. Sturmspitze Brian Beyer agierte zu eigensinnig, blieb ohne Wirkung, da er meistens die falsche Entscheidung traf, wobei er die Grosschance vor Enzler stümperhaft vergab (23.).

Telegramm: Yverdon Sports – FC Vaduz 2:1 (1:1)

Stade de Municipal, Yverdon. 1’130 Zuschauer. Schiedsrichter Johannes von Mandach (Sz), assistiert von Pascal Hirzel und Mirvan Bajrami (Sz).

Yverdon Sports FC: Enzler; Sauthier, Gnakpa, Tijani, Kongsro; Saiz, Weber (ab 46. Lemina); Golliard (ab 61. Tasar), Marchesano (ab 88. Pos), Sessolo (ab 72. Neelakandan); Pasche (ab 61. Kanoute).

FC Vaduz: Schaffran; Nicolas Hasler, Beeli, Lang, Schwizer (ab 82. Sawadogo); Mack; Gasser (ab 82. Gabriele De Donno), Cocic (ab 56. Hammerich); Fernandes (ab 82. Jonathan De Donno); Beyer (ab 82. Akinola), Monsberger.

Tore: 0:1 5. Marcel Monsberger; 1:1 25. Antonio Marchesano (Foulpenalty); 2:1 79. Nicolas Hasler (Eigentor).

Bemerkungen: Yverdon ohne Doumbia (gesperrt), Baron, Busset, Camara, Chappuis, Sorgic, Le Pogam, Thiam (verletzt) und Gunnarsson (nicht im Aufgebot). Vaduz ohne Simani (gesperrt), Eberhard (rekonvaleszent), Seiler, Berisha, Öhri und Navarro (verletzt). Verwarnungen für Nicolas Hasler (31. – Foul), Golliard (45. – Foul) und Pasche (55. – Foul). Eckenverhältnis: 2:6 (1:4).

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